Marmor-Kekse

Marmor liegt ja grade voll im Trend. Klar, dass es nicht lange dauert, bis sich solch ein Trend auch in der Backwelt bemerkbar macht. Aber nein, ich rede hier nicht vom guten alten Marmorkuchen, sondern von bunt marmoriertem Zuckerguss, der auf Kuchen, Keksen und Macarons gefunden werden kann.

Für den Anfang habe ich das mal mit leckeren Orangenkeksen ausprobiert. Super lecker und super schön, wie ich finde. Und gar nicht so aufwendig, wie es vielleicht scheint. Um ca. 40 Kekse zu dekorieren habe ich etwa 30min gebraucht. Kleiner Aufwand aber großer Effekt 😉

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Orangenkekse mit Marmorguss

Für die Kekse habe ich mein Standard-Keksrezept und die Schale einer frisch aus Mallorca importierten Orange vermischt und raus gekommen sind wunderbar aromatische Kekse, die mir gleich wieder ein Stückchen Urlaubsstimmung bringen.

Zutaten für ca. 1 Blech Kekse:

  • 125g Butter
  • 125g Zucker
  • 1 Ei
  • 250g Mehl
  • abgeriebene Schale einer Bio-Orange

Die Zutaten zu einem Teig verkneten und im Kühlschrank etwa 1 Stunde ruhen lassen. Auf einer bemehlten Arbeitsfläche ca. 0,5cm dick ausrollen und Kekse ausstechen. Im auf 175° Ober- Unterhitze vorgeheizten Ofen ungefähr 10min backen.

Während die Kekse abkühlen kann das Icing zubereitet werden:

  • 1 Eiweiß
  • 250g Puderzucker
  • 20ml Wasser
  • verschiedene Lebensmittelfarben
  • Pinsel

Das Eiweiß steif schlagen und dabei nach und nach den Puderzucker dazugeben. Zuletzt das Wasser unterrühren. Das Icing in eine flache Schüssel füllen.

Für den Marmoreffekt braucht ihr verschiedene Lebensmittelfarben. Ich habe Türkis, Blau, Grün und Gelb genommen. Nehmt mit einem Pinsel etwas Farbe auf und zieht Streifen in das Icing. Macht das mit verschiedenen Farben und taucht dann einen Keks in das Icing. Lasst den Überschuss abtropfen und wiederholt diesen Prozess mit allen Keksen.

Das Ganze könnt ihr euch hier auch in einem Video ansehen.

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Ein paar Kekse habe ich noch mit Pearl Dust bestaubt. Silberpuder wäre bestimmt auch sehr schön.

Viel Spaß beim Nachbacken ❤

Eure Leni

 

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Tafelkekse

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Ich probiere ja sehr gerne neue Backtrends aus. Kekse mit Royal Icing zu dekorieren ist zwar nicht mehr wirklich neu, aber irgendwie hat mich die Technik bisher nie gereizt. Bis ich auf Instagram Chalkboard Cookies entdeckt habe –  Kekse, die mit dunkelgrauem Zuckerguss dekoriert und mit weißer Farbe bemalt werden, sodass der Einruck entsteht, es handle sich um eine Tafel und Kreide. Die Idee finde ich einfach genial. Höchstwahrscheinlich spielt hier aber auch der Faktor mit ein, dass ich später, wenn ich groß bin, Lehrerin werde 😉

Die passenden Ausstecher habe ich auf ebay gefunden und gleich bestellt. Der Preis ist einfach unschlagbar und der Versand ging auch recht schnell. Jetzt aber zu den Keksen.

Zutaten für ca. 1 Blech Kekse:

  • 125g Butter
  • 125g Zucker
  • 1 Ei
  • 250g Mehl

Die Zutaten zu einem Teig verkneten und im Kühlschrank etwa 1 Stunde ruhen lassen. Auf einer bemehlten Arbeitsfläche ca. 0,5cm dick ausrollen und Kekse ausstechen. Im auf 175° Ober- Unterhitze vorgeheizten Ofen ungefähr 10min backen.

Während die Kekse abkühlen kann das Royal Icing zubereitet werden. Dazu gibt es hier ein Video mit einer super Anleitung. Das Royal Icing müssen wir in zwei verschiedenen Konsistenzen zubereiten: einmal fest für die Umrandung und einmal flüssig um den ganzen Keks damit zu „fluten“.

Zutaten Royal Icing:

  • 1 Eiweiß
  • 250g Puderzucker
  • schwarze Lebensmittelfarbe

Das Eiweiß mit dem Mixer schaumig schlagen. Puderzucker dazugeben und weiterrühren, bis der Puderzucker eingearbeitet ist. Das Icing hat nun in etwa die Konsistenz von Zahnpasta. Nun so viel Farbe einrühren, bis der gewünschte Farbton erreicht ist.

Ein wenig von diesem festen Icing in einen Spritzbeutel mit einer sehr kleinen Lochtülle (ca. 1mm) geben und die Konturen der Kekse damit nachfahren.

Zum restlichen Icing nun etwa 2-3 TL Wasser geben. Das Icing sollte grade so flüssig sein, dass es wie ein Band vom Löffel fließt. Im Video erkennt man das sehr gut. Mit diesem flüssigen Icing wird nun die vorgezeichnete Kontur auf dem Keks ausgefüllt. Dafür eine großzügige Menge Icing auf den Keks geben und zum Beispiel mit einem Zahnstocher verstreichen.

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Der Guss muss jetzt für 8 Stunden trocknen.

Zum Bemalen etwas weiße Lebensmittelfarbe (z.B. diese hier von Wilton) mit Vodka verrühren, damit eine flüssige Farbe entsteht. Ich nehme dafür 2 Teile Farbe und 1 Teil Vodka.

Nun könnt ihr eurer Fantasie freien Lauf lassen und die Kekse nach Lust und Laune bemalen und beschreiben.

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Für den Geburtstag meiner Mama habe ich zum Beispiel Kekse mit den Anfangsbuchstaben aller Gäste gemacht.

Eurer Fantasie sind hier wirklich keine Grenzen gesetzt.

Liebe Grüße ❤

Eure Leni

Bunte Baisers

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Habt ihr schon mal von den Meringe Girls aus London gehört? Das sind zwei Frauen, die ihre Jobs hingeschmissen haben und jetzt den lieben langen Tag so hübsche Meringe Kisses in allen möglichen Farben und Geschmäckern herstellen und in ihrem Café und auf Londoner Märkten verkaufen. Mittlerweile haben sie sogar ein weltweit verkauftes Buch veröffentlicht.

Die Geschichte dieser beiden Frauen hat mir so gut gefallen, dass ich diese kleinen Meringe Kisses, Baisertuffs, oder wie auch immer wir sie jetzt nennen wollen, auch mal ausprobieren wollte. Die Baisers, die es im Supermarkt und hier im Schwabenland beim Bäcker als „Schäumle“ gibt, sind von der Konsistenz (zum Glück) ganz anders. Diese sind nämlich eher hart und trocken und stauben ganz fürchterlich, wenn man in sie reinbeißt. Die Meringe Kisses, Baisertuffs, was auch immer, sind aber ganz weich, fast schon wie Marshmallows.

Auch wenn sie ganz spektakulär aussehen, sind die Baisertuffs ganz einfach herzustellen. Ob ihr sie wie ich dreifarbig macht, oder einfach den kompletten Teig in einer Farbe einfärbt, ist ganz allein euch überlassen. Man kann sie auch vor dem Backen mit bunten Streusseln bestreuen und und und. In weiß sind sie aber bestimmt auch ganz hübsch.

Zutaten für 1 Blech voll Tuffs:

  • 30g Eiweiß
  • 60g Zucker
  • Lebensmittelfarbe (Gel)

Diese Angaben sind nur Ungefährwerte. Wiegt einfach euer Eiweiß ab und nehmt die doppelte Menge an Zucker.

Gebt den Zucker in eine mit Backpapier ausgelegte Backform und stellt diese für ca. 5 Minuten in den auf 200° Ober- Unterhitze vorgeheizten Ofen. Das hat den Zweck, dass sich heißer Zucker besser im Eiweiß löst und eine schönere Konsistenz bildet.

In der Zwischenzeit das Eiweiß steif schlagen.

Den Zucker aus dem Ofen nehmen und den Ofen nun auf 100° Ober- Unterhitze runterstellen.

Unter ständigem Rühren nach und nach den Zucker zum Eiweiß geben. Solange rühren, bis der Zucker sich komplett gelöst hat. Das kann schon so 10 Minuten dauern. Einfach ab und zu etwas von der Masse zwischen zwei Fingern reiben. Wenn noch Zuckerkristalle zu spüren sind, muss die Masse noch länger gemixt werden.

Nun nehmt ihr euch einen Einwegspritzbeutel, stülpt diesen um und malt mit einem Pinsel lange Streifen mit einer Gelfarbe eurer Wahl auf. Jetzt wieder vorsichtig zurückstülpen, möglichst ohne dass die Farbe verschmiert und die Baisermasse einfüllen. „>Hier könnt ihr euch anschauen, wie die Meringue Girls das machen.

Jetzt im vorgeheizten Ofen für 5-7 Minuten backen. Die Tuffs sind fertig, wenn sie sich vom Backpapier lösen lassen.

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Die Baisertuffs kann man jetzt entweder alle so aufessen, als Deko auf einen Kuchen setzen, zu einem Nachtisch verarbeiten oder hübsch verpackt verschenken.

Viel Spaß beim Nachmachen!

Eure Leni

Smart Cookies

Diese Woche hat das Sommersemester angefangen. Kaum sind die ersten Tage Uni überstanden brauche ich schon Nervennahrung. Beim Lernen knabber ich total gerne Schoko-Cookies. Am besten mit weißer und dunkler Schokolade und am liebsten noch warm. Ist ja klar 😉 Und damit die Kekse nicht nur lecker sind, sondern auch noch zum Lernen motivieren, gibt es heute Smart Cookies.

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Der Begriff „Smart Cookie“ lässt sich gar nicht so einfach ins Deutsche übersetzen. Als Pendant fällt mir nur „Käpsele“ ein und das ist auch kein Deutsch, sondern Schwäbisch. Kennt ihr eine bessere Übersetzung?

Unter der Nerdbrille und dem süßen Grinsen versteckt sich meine allerliebsten Cookies. Die Zutaten hat man eigentlich immer da und geschmacklich sind sie ungefähr so wie die, die es bei Subway gibt. Statt Schokolade können auch sehr gut Nüsse, getrocknete Cranberrys, Smarties oder oder oder in den Teig gegeben werden. Seid kreativ 😉

Zutaten für 24 Kekse:

  • 150g Mehl
  • 1/2 TL Natron
  • 1 TL Stärkemehl
  • 1/4 TL Salz
  • 90g geschmolzene Butter
  • 110g brauner Zucker
  • 50g weißer Zucker
  • 1 Ei
  • 2-3 TL Vanilleextrakt (alternativ tut’s auch Vanillezucker)
  • 100g grob gehackte weiße und dunkle Schokolade (oder Nüsse, Smarties…)

Mehl, Natron, Stärkemehl und Salz mischen und beiseite stellen.

In einer separaten Schüssel die geschmolzene Butter mit den zwei Zuckersorten und dem Vanilleextrakt ca. 1 Minute lang mixen. Das Ei dazugeben und noch einmal kurz durchmixen. Nun die Mehlmischung dazugeben und nur so lange mixen, bis alles gleichmäßig vermengt ist. Jetzt noch die Schokostückchen unterheben und den Teig für 30min in den Kühlschrank stellen.

In der Zeit den Ofen auf 160° Ober-Unterhitze vorheizen.

Auf ein mit Backpapier belegtes Backblech 12 walnussgroße Teighäufchen setzen. Die Cookies für 9min backen und auf dem Blech ein wenig abkühlen lassen bevor sie zum Abkühlen auf ein Kuchengitter (oder Teller) kommen.

Für die Nerdbrillen habe ich mir diese Vorlage ausgedruckt und in eine Klarsichtfolie gesteckt. Dann habe ich ca. 10g Schokolade geschmolzen und mir aus Butterbrotpapier einen kleinen Spritzbeutel gebastelt und vorne ein kleines bisschen von der Spitze abgeschnitten. So können die Konturen der Brillen mit der Schokolade nachgemalt werden. Die Schokobrillen müssen jetzt so lange in den Kühlschrank bis sie fest sind. Dann kann eine nach der anderen vorsichtig mit einem Messer gelöst und auf die Cookies gelegt werden. Die Brillen schmelzen leider sehr schnell. Deswegen musste ich die Folie mit den Brillen andauernd wieder in den Kühlschrank legen, damit sie fest werden. Am Ende noch Augen und einen Mund aus Schokolade malen – fertig sind die Smart Cookies 🙂

Wem das aber zu viel Arbeit ist, der kann die Brillen einfach weglassen und hat trotzdem mega leckere Cookies 😛

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Diese Cookies sind auch perfekt für meine Cookie-Dough-Macarons. Noch ein Grund, diese leckeren Cookies zu backen 😉

Liebe Grüße,

Eure Leni (und die Smart Cookies)

Cookie-Backmischung im Glas

Seid ihr noch auf der Suche nach einem kleinen selbstgemachten Weihnachtsgeschenk für eure Lieben? Dann hab ich etwas für euch – eine hübsch ins Glas geschichtete Backmischung für Double Chocolate Cookies.

Ich verschenke wahnsinnig gerne Selbstgemachtes und es kommt auch immer super an. Zudem sind selbstgemachte Geschenke immer ziemlich günstig. Die Zutaten für dieses Rezept kosten keine 2€. So kann man gleich ganz vielen Leuten eine kleine Freude machen ohne Unmengen an Geld auszugeben.

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Für diese Mischung braucht ihr ein großes Glas mit ca. 800ml Inhalt. Wenn euer Glas ein bisschen größer oder kleiner ist, macht das gar nichts. Das lässt sich ganz easy mit entsprechend mehr oder weniger Schokolade ausgleichen. Das Rezept lässt sich wunderbar mit amerikanischen Measuring Cups abmessen. Denn es geht ja darum, das Volumen des Glases zu füllen und nicht eine bestimmte Grammangabe zu erreichen. Alternativ kann man auch ganz einfach mit einem Messbecher arbeiten und die Zutaten darin abmessen.

Zutaten:

  • 1/2 Cup (120ml) braunen Zucker
  • 1/2 Cup (120ml) weißer Zucker
  • 1/3 Cup (80ml) Kakaopulver
  • 1 Cup (240ml) Mehl
  • 1/2 TL Salz
  • 1/2 TL Natron
  • +/- 1 Cup (240ml) gehackte weiße Schokolade

Die Zutaten einfach in dieser Reihenfolge in das Glas schichten, dabei die einzelnen Schichten (z.B. mit einem Caipi-Stößel) festdrücken. Am Ende gebt ihr einfach so viel Schokolade in das Glas, bis ihr es grade noch zuschrauben könnt.

Jetzt bastelt ihr noch ein kleines Etikett mit der Backanleitung und bindet diese mit einer schönen Schleife am Glas fest. Fertig 🙂

Ofen auf 170° Ober- Unterhitze vorheizen. 125g weiche Butter und 1 Ei cremig schlagen. Zutaten aus dem Glas dazugeben und gut vermischen. Auf ein Blech etwa walnussgroße Teighäufchen setzen, dabei genug Abstand lassen. 10-12 Minuten backen. Die Kekse sollten in der Mitte noch weich sein. 

Lust auf noch mehr Geschenke aus der Küche? Hier findet ihr meine Anleitung für eine Brownie-Backmischung im Glas und in den nächsten Tagen habe ich noch ein weiteres Rezept für euch.

Ich wünsche euch viel Spaß beim Nachbasteln und Verschenken!

Eure Leni

Ricciarelli

IMG_2786Wie pures Marzipan schmecken diese italienischen Kekse, die ich Samstag im Vapiano entdeckt habe. Nach super leckerer Pasta al Tartufo brauchte ich zu meinem Cappuccino einfach noch etwas Süßes und jetzt kann ich nur noch sagen: Arrivederci Cantuccini! Ihr habt den Titel als perfekter Begleiter zu Cappuccino oder Espresso für immer verloren!

Im Vapiano konnte mir leider niemand sagen, wie die Kekse heißen. Die einzige Antwort war „irgendwas mit Marzipan“. Unbefriedigend. Im Violas (genialer Gewürzladen! Unbedingt hingehen, wenn ihr in Stuttgart seid!) hab ich aber zufällig eine Packung der Kekse gefunden und mir den Namen notiert: Ricciarelli.

Hier kommt mein total einfaches Rezept:

  • 2 Eiweiß
  • 350g geschälte, gemahlene Mandeln
  • 400g + 3EL Puderzucker
  • 1 Vanilleschote

Mandelpuder, Puderzucker und das ausgeschabte Mark der Vanilleschote vermischen. Eiweiß steif schlagen und mit den trockenen Zutaten verkneten. Mit den Händen Ovale (ca. 5cm lang und 1 cm dick) formen und die Ovale in den übrigen 3 EL Puderzucker wälzen. Auf ein Blech legen und 15 Minuten bei 70° backen. Die Kekse sollen auf keinen Fall dunkel werden, sondern schön weiß und weich bleiben.

Jetzt macht ihr euch noch einen schönen Cappuccino und genießt die leckeren Kekse am besten noch leicht warm!

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