Chai-Macarons

 

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Passend zum weißen Winterwonderland vor meinem Fenster habe ich heute Chai-Macarons mit Schneeflockendeko für euch. So sehen die Macarons gleich noch viel hübscher aus 🙂

Dieses Mal habe ich eine andere Methode Macarons zu backen ausprobiert. Naja, ausprobiert habe ich sie schon öfters, aber bisher ist jeder Versuch in einer Katastrophe geendet. Dieses Mal hat es aber endlich geklappt. Woran es lag, dass es nie geklappt hat, kann ich nicht sagen. Macarons sind ja bekanntlich kleine Diven 😉

Die Methode, die ich sonst immer verwende nennt sich in Fachkreisen auch „französische Meringue“. Heute habe ich aber die „italienische Meringue“ ausprobiert.

Die Hauptunterschied ist für mich, dass die italienische Meringue einige Arbeitsschritte mehr bracht. Man muss beispielsweise einen Zuckersirup kochen, der zwischen 110° und 113° hat, was voraussetzt, dass man ein Zuckerthermometer zuhause hat, man benötigt eine Küchenmaschine, da man das Eiweiß mindestens 10 Minuten auf höchster Stufe schlagen muss und das mit einem Handrührer schon sehr mühsam ist und die Macarons mit der italienischen Meringue bekommen nicht den Glanz, den sie mit der französischen Meringue bekommen, sondern sind eher matt. Ich habe für diese Variante ungefähr doppelt so lange gebraucht, wie für die französische Variante.

Der große Vorteil, für den es sich lohnt, den ganzen Aufwand zu betreiben ist jedoch der, dass sie zu 100% so werden wie bei Ladurée und den anderen großen Namen (vorausgesetzt sie gelingen^^). Und geschmacklich sind diese Macarons wirklich eine Offenbarung 😮

Ob es sich lohnt, diesen ganzen Mehraufwand zu betreiben, wenn man mit der französischen Version ja auch super leckere Macarons bekommt, muss jeder für sich entscheiden. Ich werde die nächsten Wochen noch ein wenig mit der italienischen Version experimentieren, bis ich für mich sagen kann, was ich bevorzuge. Nun aber zum Rezept 😉

Zutaten:

  • 75g geschälte gemahlene Mandeln
  • 75g Puderzucker
  • 30g + 30g Eiweiß
  • 15g Zucker
  • 75g Zucker
  • 25ml Wasser
  • Lebensmittelfarbe (am besten eignen sich Pasten)

Maneln und Puderzucker mischen und in einem Blender oder einer Kaffeemühle noch einmal mahlen. Durch ein Sieb geben und große Stücke, die nicht durch das Sieb gehen noch einmal mahlen.

30g Eiweiß mit dem Mixer aufschlagen, 15g Zucker dazugeben und solange mixen, bis ein fester Eischnee entsteht.

Wasser und Zucker in einem kleinen Topf so lange erhitzen, bis der Sirup 110° erreicht. Für diesen Schritt benötigt ihr ein Küchenthermometer. Den heißen Sirup sofort in einem dünnen strahl und unter ständigem Rühren zum Eischnee gießen. Diese „italienische Meringue“ ca. 10 Minuten auf höchster Stufe mixen, bis die Masse kalt und glänzend ist.

In der Zwischenzeit die übrigen 30g Eiweiß mit der Mandel-Puderzucker-Mischung verrühren. Nach Belieben Lebensmittelfarbe dazugeben und noch einmal gut verrühren.

Einen Teil der Eiweißmasse zur Mandelmasse geben und unterheben. Den Rest dazugeben und mit einem Teigschaber in kreisenden Bewegungen beide Teige miteinander vermischen. Der Teig muss nun so lange gerührt werden, bis er glänzt und der Teig wie flüssiger Honig vom Teigschaber fließt. Das ist leider der Punkt, an dem am meisten schief gehen kann. Wird der Teig nicht lange genug gerührt, bleibt zu viel Luft im Teig und die Macarons platzen beim Backen auf oder bekommen Risse. Wird er zu lange gerührt, gehen sie nicht auf.

Den Teig in einen Spritzbeutel mit Lochtülle füllen und auf ein mit Backpapier belegtes Blech ca. 3cm große Kreise spritzen. 30 min bei Zimmertemperatur ruhen lassen und anschließend im auf 140° Ober- Unterhitze vorgeheizten Ofen für 13-16 min backen.

Chai-Füllung:

  • 50g Butter
  • 50g Puderzucker
  • 1-2 TL Chai-Latte-Pulver

Alle Zutaten vermischen und mit dem Mixer aufschlagen, bis eine streichfähige Crème entsteht. Die Macarons damit füllen.

Für die Deko habe ich weißen Fondant dünn ausgerollt und mit einem Ausstecher kleine Schneeflocken ausgestochen und auf die fertigen Macarons gelegt.

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So, ich muss jetzt dringend raus in den Schnee und wünsche euch ein schönes Wochenende!

Eure Leni ❤

Chai Latte Cheesecake

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Vor ein paar Monaten habe ich meine Liebe für New York Cheesecake entdeckt. Für die Weihnachtszeit musste da natürlich eine entsprechende Abwandlung her.

Ich habe mich dabei an einem Rezept von Annik Wecker orientiert. Sie nimmt Chai-Teebeutel, um die Sahne zu aromatisieren. Das hat mir allerdings gaaar nicht geschmeckt. Die Sahne hat nur den herben Schwarzteegeschmack und nicht die vielen feinen Gewürze des Chai angenommen. Also nochmal von vorne, dieses Mal aber mit meinem Lieblings-Chaipulver von David Rio. Und so hat es mir echt super geschmeckt.

Für den Boden:

  • 200g Vollkornkekse
  • 75g geschmolzene Butter

Für die Füllung:

  • 1kg Frischkäse (Finger weg von den light Produkten)
  • 220g Zucker
  • 50g Speisestärke
  • 1 TL Vanilleextrakt
  • 1/4 TL Salz
  • 250ml Sahne
  • 2-3 EL Chaipulver (Menge je nach Geschmack)
  • 3 Eier

Als erstes die Sahne erhitzen und mit dem Chaipulver kurz aufkochen. So entfalten sich die Aromen am besten. Abkühlen lassen.

Die Vollkornkekse zu kleinen Krümeln verarbeiten und mit der zerlassenen Butter vermischen. Auf dem Boden einer mit Backpapier ausgekleideten Springform verteilen und gut festdrücken.

Frischkäse, Zucker, Speisestärke, Salz und Vanilleextrakt bei langsamer Geschwindigkeit mixen, bis alles vermischt ist. Die Chai-Sahne dazugeben und weiter rühren. Ein Ei nach dem anderen vorsichtig unterrühren.  Kurz auf höchster Stufe durchmixen.

Die Füllung nun auf den Boden geben.

Im auf 175°C Ober- Unterhitze vorgeheizten Backofen im Wasserbad 50-60 Minuten backen. Dazu füllt ihr ein Backblech zu etwa 2cm mit Wasser, dichtet die Form von außen mit Alufolie ab und stellt sie dann auf das mit Wasser gefüllte Blech.

Der Kuchen ist fertig, wenn er am Rand leicht gold wird, in der Mitte aber noch wabbelig ist.