Bratapfelmarmelade

So sehr wie dieses Jahr habe ich mich lange nicht auf Weihnachten gefreut. Die letzten Monate habe ich in England verbracht und, so sehr sich die Engländer auch bemüht haben, so eine Weihnachtsstimmung, wie ich sie in meinem schönen Schwabenland gewohnt bin, kam dort einfach nicht auf. Mit Lichterketten geschmückte Fachwerkhäuser, der Duft von frisch gebackenen Plätzchen und schöne stimmungsvolle Weihnachtsmärkte sind einfach schwer zu übertreffen und in England leider sehr selten. Also freue ich mich umso mehr, pünktlich zu Weihnachten wieder da zu sein 🙂

Noch bevor wir unsere Wohnung wieder richtig eingerichtet hatten, habe ich mich – voller Weihnachtsstimmung – also in die Küche gestellt und lecker duftende Bratapfelmarmelade mit Marzipan zu zaubern. Nicht nur zu Weihnachten eine tolle Geschenkidee und passt hervorragend zu Brot, Waffeln, Eis und – was könnte es bei mir anderes sein – zu Macarons.

Das Rezept habe ich bei Casa di Falcone gefunden und leicht abgewandelt.

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Für 4 Gläser à 250ml braucht ihr:

  • 800g Äpfel
  • 100g Marzipan Rohmasse
  • Saft von 1 Zitrone
  • 1 Messerspitze Nelken
  • 2TL Zimt
  • 1 Messerspitze Anis
  • 2EL Amaretto
  • 400g Gelierzucker (1:1)

Die Äpfel waschen, vierteln, entkernen und in einer Ofenform 30min bei 180grad backen. Abkühlen lassen und mit allen Zutaten bis auf den Zucker pürieren.

In einen großen Topf füllen und mit dem Gelierzucker mischen. Aufkochen und 5 min sprudelnd kochen lassen. Dann in heiß ausgespülte Marmeladengläser füllen.

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Ich habe mit der Marmelade leckere Bratapfel-Macarons gezaubert und zu Weihnachten verschenkt. Sehr lecker 😉

Damit möchte ich euch allen frohe Weihnachten und schöne Tage mit euren Lieben wünschen 🙂

Eure Leni

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Let’s celebrate!

Heute gibt es einen Grund zu feiern: Mein kleiner Blog hat mittlerweile schon über 10.000 Klicks erreicht 🙂 Bei der Gelegenheit wollte ich mich einfach mal bei euch bedanken! Ich freue mich immer wahnsinnig über euer liebes Feedback und kann es immer kaum glauben, wenn jemand meine Rezepte nachbackt und sich dann bei mir meldet. Mittlerweile habe ich schon zu fast jedem meiner Rezepte auf irgendeine Weise (Facebook, hier auf dem Blog, oder am liebsten natürlich persönlich) von jemandem gehört, der es nachgebacken hat und es gut fand. Und genau aus dem Grund mache ich diese Blog ja – um euch das Leben zu versüßen 🙂 Deshalb gibt es heute ein ganz großes Dankeschön und zur Feier das Tages ein mega leckeres Rezept für euch: Marzipan-Macarons ❤

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Zutaten für die Schalen:

  • 45g geschälte gemahlene Mandeln
  • 75g Puderzucker
  • 36g Eiweiß
  • 10g Zucker
  • Lebensmittelfarbe in Form von Pulver oder Paste, keine flüssige!
  • bunte Zuckerperlen

Die Macarons wie hier beschrieben zubereiten. Ich habe für das Türkis mal wieder die Pulverfarben von Brauns Heitmann benutzt, die es ganz günstig in fast jedem Supermarkt gibt. Ich habe für die Farbe grün und blau gemischt, bis mir die Farbe gefallen hat.

Nach der 30minütigen Trockenzeit der Macarons habe ich auf die Hälfte der Schalen Zuckerperlen gegeben und die Macarons dann ganz normal gebacken.

Für die Füllung:

  • 80g Marzipanrohmasse
  • 40g Puderzucker
  • ca 2 EL Flüssigkeit (ich habe Vanilleextrakt genommen, Rum, oder mit Wasser verdünnter Sirup geht aber auch gut. Nehmt einfach was euch schmeckt)

Marzipan, Puderzucker und die Flüssigkeit mit dem Mixer so lange verrühren, bis eine streichbare Masse entsteht. Ist sie zu flüssig, mehr Puderzucker dazugeben, ist sie zu fest einfach etwas mehr Flüssigkeit unterrühren.

Die Creme auf die Hälfte der Macaronschalen geben und mit einer anderen Macaronschale (mit Zuckerperlen) abdecken. Fertig 🙂

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Die Zuckerperlen auf den Macarons gefallen mir besonders gut. Werde ich jetzt bestimmt öfter machen.

Liebe Grüße und noch einmal ein großes Merci ❤

Eure Leni

Erdbeer-Rhabarber-Tartelettes

Diese Woche habe ich endlich den ersten deutschen Rhabarber für dieses Jahr gesehen. Ist doch klar, dass ich ihn sofort gekauft habe 😉 Ich habe ewig überlegt, was ich aus ihm backe und konnte mich wirklich kaum entscheiden. Am liebsten hätte ich den Rhabarberkuchen mit Marzipanstreuseln von letztem Jahr gebacken. Aber dann wollte ich doch etwas neues ausprobieren. Aber die Kombination von Rhabarber und Marzipan finde ich so gut, dass diese Erdbeer-Rhabarber-Tartelettes auch mit leckeren Marzipanstreuseln gekrönt wurden.

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Zutaten für 6 Tartelettes:

  • 150g Löffelbiskuits
  • 100g Mehl
  • 100g Butter
  • 1 Eigelb
  • 1 Prise Salz
  • 30g Puderzucker
  • 20ml kaltes Wasser
  • 400g Rhabarber
  • 100g Erdbeeren (TK oder frisch)
  • 3 EL Zucker
  • 2 TL Stärkemehl
  • 70g Marzipan
  • 40g Mehl
  • 40g Butter
  • 20g Zucker
  • etwas geriebene Vanilleschote oder Vanillezucker

Die Löffelbiskuits zu ganz feinen Krümeln verarbeiten (entweder im Universalzerkleinerer oder die Löffelbiskuits in eine Tüte geben und mit dem Nudelholz zerkleinern) und mit dem Mehl und der Butter zu einem krümeligen Teig verarbeiten. Eigelb, Puderzucker und Salz dazugeben und das Wasser Stück für Stück unterkneten. Der Teig sollte am Ende eine feste homogene Kugel bilden. In Folie wickeln und für 30 Minuten in den Kühlschrank legen.

In der Zwischenzeit Rhabarber und Erdbeeren putzen und in kleine Stücke schneiden (TK-Erdbeeren einfach ganz mit in den Topf geben). Mit 3EL Zucker in den Topf geben und 5 Minuten köcheln lassen. Stärkemehl mit etwas Wasser verrühren und unter das kochende Kompott rühren. Vom Herd nehmen, sobald es andickt.

Für die Streusel Marzipan, Mehl, Butter, Zucker und Vanille mit den Händen verkneten.

Ofen auf 180° Ober-Unterhitze vorheizen. Den Teig aus dem Kühlschrank nehmen, auf bemehlter Arbeitsfläche 5mm dick ausrollen und mit den Tartelettförmchen Kreise ausstechen. Förmchen einfetten und die Teigkreise hineinlegen. Mit den Fingern festdrücken und am Rand etwas hochschieben. Im vorgeheizten Ofen ca. 10 Minuten vorbacken. Die Tarteletteböden mit 2-3 EL Kompott füllen und mit den Streuseln bestreuen. Nochmal für ca. 20 Minuten backen.

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Die Tartelettes machen richtig Lust auf Frühling und sind damit genau das Richtige bei dem grauen Wetter draußen 🙂

Eure Leni

Kürbis Cupcakes

Herbst ist für mich einfach Kürbiszeit. Dass Kürbis nicht immer salzig sein muss, sondern sich auch wunderbar in süßen Torten macht, wissen wir ja spätestens seit meiner Geburtstagstorte 🙂 Da das Kürbisrezept so gut bei euch angekommen ist kommt hier gleich das nächste.

Kürbis Cupcakes

Die Kürbismuffins habe ich mit einer nicht zu süßen Frischkäsecrème getoppt und mit kleinen Marzipankürbissen verziert. Die Deko macht wirklich was her und ist gar nicht so viel Arbeit. Probiert es unbedingt aus 🙂

Zutaten:

  • 85g zimmerwarme Butter
  • 85g Zucker
  • 2 Eier
  • 150g Hokkaido-Kürbis
  • 40g gemahlene Walnüsse
  • 75g Mehl
  • 1 Päckchen Backpulver
  • 1 Prise Salz
  • ¼ TL Nelken
  • ¼ TL Muskat
  • 1/2 TL Ingwer
  • 1/2 TL Zimt
  • 50 g Walnüsse
  • 50g zimmerwarme Butter
  • 150g Puderzucker
  • 100g Frischkäse
  • 100g Marzipan
  • rote, gelbe und grüne Lebensmittelfarbe
  • etwas Puderzucker

Als erstes wird das Kürbispüree vorbereitet, da das abkühlen sollte, bevor es in den Teig kommt. Dafür 150g Hokkaido-Kürbis abwiegen und in kleine Würfel schneiden. Mit ca. 3 EL Wasser in einem kleinen Topf garen und anschließend pürieren.

Den Ofen auf 175° Ober- Unterhitze vorheizen und die Mulden eines Muffinblechs mit Papierförmchen auslegen.

Butter und Zucker cremig rühren und nacheinander die Eier dazugeben. Kürbispüree, gemahlene Walnüsse, Mehl, Backpulver, Salz und die Gewürze dazugeben und kurz unterrühren.

Die ganzen Walnüsse mit den Fingern leicht zerbröseln und auf die Papierförmchen verteilen. Den Teig auf die Walnüsse geben und im vorgeheizten Ofen ca. 18 Minuten backen. Stäbchenprobe nicht vergessen.

Während die Muffins backen können die süßen Minikürbisse für die Deko vorbereitet werden. Dafür das Marzipan in zwei Teile teilen. Wir brauchen einen sehr großen Teil für die Kürbisse und einen klitzekleinen Teil für den Stiel. Den großen Teil mit roter und gelber Lebensmittelfarbe färben, bis das typische Kürbis-Orange entsteht. Wenn das Marzipan zu klebrig ist einfach etwas Puderzucker unterkneten. Aus dem orangenen Marzipan kleine Kugeln formen und mit einem Zahnstocher die typischen Rillen modellieren. Den kleinen Teil des Marzipans grün färben, zu klitzekleinen Kügelchen rollen und auf die Kürbisse setzen. Fertig 🙂

Für das Topping Butter und Puderzucker verrühren bis eine homogene Masse entsteht, dann den Frischkäse zugeben und 4-5 Minuten auf höchster Stufe cremig schlagen.

Die Crème auf die abgekühlten Muffins geben und mit den Marzipankürbissen verzieren. Ich habe noch ein bisschen gemahlene Vanille auf meine Muffins gegeben.

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Viel Spaß beim Nachbacken ❤

Eure Leni

Rhabarberrhabarberrhabarber mit Marzipan

Normalerweise läuft es bei mir so, dass ich backe, fotografiere, dann vergesse, dass ich das Rezept bloggen wollte und iiiirgendwann meine Kamera in die Hand nehme und die Bilder wiederentdecke.

Dieses Mal schwebe ich aber so auf einer Wolke von Rhabarber und Marzipan, dass ich das Rezept nicht für mich behalten kann und schon den halben – noch warmen – Kuchen mampfe, während ich den Beitrag schreibe.

Der Kuchen ist übrigens eine kleine Zwei-Personen-Portion, kann aber für ein ganzes Backblech einfach verdreifacht werden.

DSCN1932Teig:

  • 80g Butter
  • 70g Zucker
  • 2 Eier
  • 100g Mehl
  • 1 TL Backpulver
  • 20g Speisestärke
  • 1 Prise Salz

Füllung:

  • 500g Rhabarber

Streusel:

  • 100g Marzipan
  • 50g Butter
  • 25g Zucker
  • 50g Mehl

Für den Teig zuerst Butter und Zucker mit dem Mixer schaumig schlagen, danach die Eier einzeln unterrühren. Mehl, Backpulver, Salz und Speisestärke mischen und untermixen. Eine kleine Backform (zB. 20 x 25cm) einfetten und den Teig in der Form verstreichen.

Rhabarber putzen und in ca. 1cm große Stücke schneiden. Auf dem Teig verteilen.

Marzipan, Butter, Zucker und Mehl mit dem Knethaken des Mixers zu Streuseln verarbeiten und auf dem Rhabarber verteilen.

Im vorhgeheizten Backofen (150° Umluft) 30 Minuten backen.

Schmeckt am Besten noch warm mit einer Kugel Lieblingseis!

Wer es jetzt schafft, „Barbaras Rhabarbarbarbarbaren“ fünf mal hintereinander ganz schnell zu sagen, darf sich ein Stück bei mir abholen. Solange noch Kuchen da ist versteht sich 😉

Ricciarelli

IMG_2786Wie pures Marzipan schmecken diese italienischen Kekse, die ich Samstag im Vapiano entdeckt habe. Nach super leckerer Pasta al Tartufo brauchte ich zu meinem Cappuccino einfach noch etwas Süßes und jetzt kann ich nur noch sagen: Arrivederci Cantuccini! Ihr habt den Titel als perfekter Begleiter zu Cappuccino oder Espresso für immer verloren!

Im Vapiano konnte mir leider niemand sagen, wie die Kekse heißen. Die einzige Antwort war „irgendwas mit Marzipan“. Unbefriedigend. Im Violas (genialer Gewürzladen! Unbedingt hingehen, wenn ihr in Stuttgart seid!) hab ich aber zufällig eine Packung der Kekse gefunden und mir den Namen notiert: Ricciarelli.

Hier kommt mein total einfaches Rezept:

  • 2 Eiweiß
  • 350g geschälte, gemahlene Mandeln
  • 400g + 3EL Puderzucker
  • 1 Vanilleschote

Mandelpuder, Puderzucker und das ausgeschabte Mark der Vanilleschote vermischen. Eiweiß steif schlagen und mit den trockenen Zutaten verkneten. Mit den Händen Ovale (ca. 5cm lang und 1 cm dick) formen und die Ovale in den übrigen 3 EL Puderzucker wälzen. Auf ein Blech legen und 15 Minuten bei 70° backen. Die Kekse sollen auf keinen Fall dunkel werden, sondern schön weiß und weich bleiben.

Jetzt macht ihr euch noch einen schönen Cappuccino und genießt die leckeren Kekse am besten noch leicht warm!

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